Amerika 2012

7. New York

Der Big Apple – eine Weltstadt, dieWahnsinnsstadt schlechthin, voller Magie, pure Lebensfreude ausstrahlend…. So wird New York immer wieder beschrieben. Wir allerdings finden folgende Worte treffender: gross, eng, schmutzig, z.T. stinkig und heruntergekommen, teuer, langweilig, nicht wirklich fesselnd, touristisch komplett überfüllt!

Wir haben uns so viel von diesem Trip erhofft. Bis jetzt sind wir aber eher enttäuscht. Klar, es ist imposant, so viele Hochhäuser auf ein Mal zu sehen. Aber man fühlt sich dadurch auch eingeengt in den Strassen wie eine kleine Maus. Der Times Square, der immer in allen Reiseführern als „Pflicht“ gekennzeichnet wird, hat nichts weiter zu bieten als kaum Platz vor lauter Leuten und an den Hausfassaden leuchtende Reklametafeln.

Zu unserem Pech ist das Wetter zudem mit Regen und einer beinahe eisigen Kälte nicht wirklich motivierend! Also, was macht man dann so in einer City?

Gleich nach unserer Ankunft schnupperten wir zuerst Times Square-Luft. Diese mussten wir mit einer Rastpause auf einem Bänkli erst verdauen. Wo kommen bloss all die vielen Leute her? Nach einem mühsamen Flug und einer Nacht mit nur knapp 4h Schlaf war das wohl zu viel für uns. (neue Jeans und lange Kleider für Simon hats dann notgedrungen noch gegeben, sonst wäre er längst ein Eiszapfen. Die alten Jeans haben in Vegas ihren Dienst quittiert).

Neuer Tag, neue Chance… Ups, die Zeitumstellung spielte uns wohl einen Streich, wir erwachten erst um 13h. Da es aber sowieso regnete, war das gar nicht so schlimm. Wir rafften uns auf, freundeten uns mehr oder weniger mit der U-Bahn an und besuchten den Ground Zero. Gibt tolle Fotos mit grauem Himmel und ohne Licht…. Am Abend meldete sich der Hunger. Herggott – NY soll für Amerika ein kulinarisches Mekka sein. Aber wo zum Teufel sind denn bloss all die Restaurants? Kann man nirgends einfach gemütlich sitzen und etwas essen? Überall nur diese dämlichen Imbissbuden mit Pizza, Hotdog oder doch hie und da Kebab. Erst ein Restaurant-Führer-App zeigte uns endlich eine Lösung. Und nach diesen ersten Frusttagen sprang ein Thai-Restaurant mal wieder als Seelenbalsam ein! Die Bedienung kam sogar von Thailand und freute sich über unsere Bestellung in ihrer Landessprache. Na wenigstens ein Aufsteller.

Gut, nächster Tag. Jetzt kommt alles gut, oder? Die Sonne scheint, blauer Himmel. Juhui. Doch bereits um die Mittagszeit wieder graue Suppe und trübe Sauce. Was sollen wir denn machen? Eigentlich wäre Columbus-Day. Da feiern die Amis die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus. Ausgerechnet hier in NY gibt es die grösste Strassenparade der USA mit über 1Mio Leuten. Zuerst wollten wir uns das antun, aber irgendwie merkten wir dann, dass uns das doch nicht wirklich interessiert. Also dann halt – Schifflifahren. Man kann Rundfahrten um Manhattan machen und erhält dadurch einen Blick auf die Skyline. Bis zum Start unserer Rundfahrt blieb noch genug Zeit, um gleich daneben im Hafen den stationierten Flugzeugträger Intrepit inkl. ausgestellter Concorde und dem erst kürzlich dazugestossenen Spaceshuttle „Entreprise“ zu bestaunen. Das war noch ganz nett. Nicht so „nett“ wie in San Diego, aber immerhin haben wir jetzt mal eine Raumfähre und eine Concorde aus nächster Nähe gesehen.

Auf dem Schiff dann schwand die positive Fotografen-Laune bald, als wir erkannten, dass die Brooklyn-Bridge zum Teil im Baustellengewand eingehüllt dasteht. Da sind die Pläne für tolle Nachtaufnahmen mit Skyline im Hintergrund gleich dahin. Immerhin haben wir die Freiheitsstatue umrundet, einen Gesamtblick auf die Hochhäuser ergattert und das UNO-Gebäude gesehen. Dabei erinnerten wir uns zwei Stunden lang an das Gefühl, wie viel wärmer es doch mit Winterjacke und Handschuhen hätte sein können. Unterkühlt, frustriert, mies gelaunt und müde watschelten wir zum Hotel zurück.

Jetzt sitzen wir da, fragen uns, was an dieser Stadt so toll sein soll, was wir uns eigentlich bei unserer Reiseplanung überlegt haben, wie gemütlich es doch wohl daheim in der kuscheligen Stube wäre und was wir bis zur Abreise noch unternehmen sollen.

Für den Mittwoch haben wir einen Zeitvertreib gefunden! Einen hoffentlich unterhaltsamen sogar! Wir kauften Tickets für die New York Yankees! Wenn wir schon in Amerika sind, gehen wir mal Baseball schauen. Auch wenn wir vom Spiel selber vermutlich nicht viel verstehen werden, die Atmosphäre wollen wir erleben. Man kann das Stadion ja angeblich jederzeit verlassen, wenn man nicht mehr zusehen will.

Obwohl die Lust am Fotografieren eigentlich etwas vergangen ist, werden wir uns Mühe geben, doch noch ein paar Nightshots einzufangen. Heute Abend bei Dunkelheit besuchen wir mal die 82. Etage des Empire State Buildings, sofern es nicht wieder regnet. Ansonsten wird es wohl so sein, dass wir bis am Donnerstag noch das Beste draus machen, uns aber keine Beine mehr ausreissen.

Die Badehosen kamen lediglich 3x zum Einsatz. Ausgezogen haben wir uns aber viel mehr – nämlich bei jedem noch so kleinen Ding, das wir besuchten. Die Securitychecks sind derart blödsinnig und schlimmer als in Kloten am Flughafen! Ich meine, wer greift schon einen vor Anker liegenden und als Museum umgebauten Flugzeugträger an? Oder wer wird am Ground Zero noch eine Bombe zünden? Sowas Dämliches haben wir echt noch nie erlebt! (vor einigen Tagen am Hoover-Damm durfte man nicht mal mitgebrachte Sandwiches im Rucksack lassen und musste sie wegwerfen…). Auch wenn die Amis vielleicht einige Dinge schlauer lösen als die Europäer – in diesem Bereich haben sie echt einen Knall!

Für uns steht fest, dass wir so schnell wie möglich wieder an die Wärme, an den Strand und zu GUTEM Essen wollen! Oder einfach mal im Klartext: Asien, wir kommen!!!!

Absolut wider Erwarten werden wir (oder zumindest ich) vermutlich nie mehr so froh sein, nach den Ferien in den Flieger steigen zu können. Las Vegas ist bisher der einzige Ort, den wir wieder besuchen würden!

Also dann, wir freuen uns, Euch daheim wieder zu sehen! Bis bald!

Las Vegas

Da fehlen mir zuerst fast die Worte. Was man hier sieht, hört, riecht und erlebt – das ist einfach alles unglaublich! Unglaublich genial, unglaublich teuer, unglaublich bunt, unglaublich laut, unglaublich sexy (oder aber manchmal eben genau nicht)! Wir sind Kilometer gelaufen und haben vermutlich immer noch nicht alles gesehen! Wo sollen wir bloss anfangen:

Hotels
Viele Hotels beziehen sich auf ein Thema und setzen dies um in wahnsinnigen Gebäudekomplexen. Da gibt es das Luxor in Form einer Pyramide mit einer übermächtigen Sphinx davor. Das Exkalibur baut als kitschige Burg voll aufs Mittelalter, das Venetian beherbergt einen eigens nachgebauten Canale Grande mit Gondolieri und viel Italianità. Vor dem Paris thront der Eiffelturm, während im innern die Moulin-Rouge-Tänzerinnen über die Bar hopsen, das Stratosphere glänzt mit dem höchsten freistehenden Turm der USA und das New York-New York besteht aus der nachgebauten Skyline der richtigen Stadt (die Achterbahn dort inkl. Luping macht trotz anfänglicher Bammel echt Spass). Nicht zu vergessen natürlich der Luxusbunker Caesars Palace mit gleich mehreren Komplexen sowie das allmächtige Bellaggio mit seinem weltberühmten Springbrunnen. Und wir- wir wohnen im Mirage, das ebenfalls zu den besseren Adressen gehört hier. Fast jedes Hotel bietet direkt an der Strasse eine Spezialität. Vor unserem bricht bei Dunkelheit jeweils zur vollen Stunde ein Vulkan aus. Bei diesem Drei-Minuten-Spektakel werden Flammen und Wasserfontänen in die Luft gepustet, der Sound donnert und ist selbst noch auf der Toilette im 18. Stock zu hören (wir sehen direkt auf den Vulkan runter, die Fensterscheibe vibriert bei jeder Flamme). Die Hitze der Flammen reicht bis zu den entferntesten Zuschauern.

Der Springbrunnen vor dem Belaggio zeigt viertelstündlich herrliche Choreographien zu verschiedenster Musik (ich könnte stundenlang zusehen), im Treasure Island wohnen die Piraten und brillieren im 90Minuten-Takt mit einer halbstündigen Show inkl. Feuerwerk. Man braucht bloss jeden Abend diesem Strip entlang zu schlendern und kann immer wieder irgendwo stehen bleiben und irgend ein Szenario bewundern. Sobald sich Menschentrauben bilden, weiss man, da läuft was.

Heisse Girls und berühmte Figuren
Geh als Mann dem Strip entlang und es dauert nicht lange, bis dir einer kleine Kärtchen mit „bestellbaren“ Girls in die Hand drückt. Du brauchst nur anzurufen und hast sie sogleich im Hotelzimmer. (ER nimmt die Kärtchen oft mit und ICH rate dann, welche er auslesen würde – liege meistens richtig: keine gemachten Hupen, aber doch ein gewisses Volumen, heisse Kurven, lange Haare und „süsses“ Gesicht, das ist das Rezept J). Hin und wieder kreuzt man das mehr oder weniger echte Fleisch auch auf der Strasse, die High-Heels können nicht hoch und die Röcke nicht kurz genug sein. Leider sieht man hier aber auch ganz häufig jene, die das zwar alles versuchen, bei Gott aber aussehen wie eine Presswurst. Also ehrlich – Simon und ich sind zwei zarte Geschöpfe im Vergleich mit vielen hier…. Und wenn wir dann mal auf einem Bänkli sitzen und die Menge beobachten, sieht man jede zweite, die ihre hohen Schuhe ausziehen muss, weil ihr die Füsse weh tun und sie darin sowieso kaum einen Schritt gehen kann. Wieso tun die sich das überhaupt an?

Die blöden verkleideten Filmfiguren – die gibt es hier überall. Und die sollen mir immer noch fern bleiben. Wer will schon ein Foto mit Spiderman oder Elvis oder einer sehr ins alter gekommenen Marylin Monroe. Brrr.

Lichter und Geblinke
Tagsüber wirken die hohen Gebäude eigentlich eher langweilig, obwohl bereits dann überall flimmernde Leinwände mit ihren Werbungen blinken. Aber wenn es dunkel wird, dann erwachen Millionen von Lichtern. Alles blinkt, glitzert, leuchtet, funkelt… Strassenlampen würde es eigentlich gar nicht benötigen. Und es hört nie auf. Die Stadt lebt rund um die Uhr!

Flieger
Der Flughafen liegt sozusagen mitten in der Stadt und hat wohl auch 24h-Betrieb. Irrsinnig, wie tief die Flieger über die Hochhäuser donnern. Ganz am anderen Ende gibt es zudem wieder eine Air Force Base. Leider haben wir bisher nur von weitem ein paar Kampfjets gesehen. Als wir dann mit dem Auto mal in die Nähe dieser Anlage wollten, landeten wir versehentlich direkt im hoch bewachten Eingang. Der Wachsoldat hat stolz vor dem Fahrzeug vor uns salutiert. Da muss wohl ein hohes Kaliber drin gewesen sein. Uns hat er dann sehr nett wieder auf die Hauptstrasse gelotst, als wir uns als „dumme, sich verirrende Touristen“ outeten… Ups… Aber so nah waren wir der echten Navy wohl noch nie. Hihi.

Downtown
Bei aller Begeisterung für den Strip mit dem ganzen Tourismus – In Downtown ist mächtig was los! (auch mit Tourismus, aber anders) Da kann man sich ja vielleicht amüsieren, das macht Riesenspass! Das einstige alte Zentrum der Spielerstadt liess sich zur Aufwertung etwas einfallen, überdachte die einstige Hauptstrasse und machte sie zur Fussgängerzone. Aber dieses Dach hat es in sich. Es ist 450m lang, in Form einer Kuppel, am höchsten Punkt 27m hoch und besteht aus 12,5 Millionen Lämpchen. Eine riiiiiieeeeesige Leinwand also. Sie flimmert, blinkt und tobt. Und immer zur vollen Stunde erlöschen alle Lichter in der Strasse, dann beginnt der Sound und eine gigantische Vorstellung über die gesamte Leinwandlänge. Konzerteinspielungen berühmter Künstler (wir nahmen Teil bei BonJovi, Queen und the Doors), danach meist noch ein anderer Song. Momentan sind gerade die Monster angesagt, da in 3 Wochen Halloween ist. Die Leute bleiben stehen und starren mit offenem Mund nach oben. Es ist schlicht nicht in Worten fassbar!

Aussicht
Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen und bezahlten den horrenden Eintritt von 36Dollar, um die Aussicht über die Stadt vom Stratosphere-Tower her zu geniessen. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir den Top oft he World und konnten zusehen, wie nach und nach die Lichter erwachten. Neben und über uns kreischende Touristen auf den dort oben angebrachten Chilbibahnen. Die eine lässt die Fahrgäste über den Turmrand in den Abgrund rasen, die andere schiesst ihre Sitze vom Turm nochmals einige Meter in die Höhe und lässt sie wieder fallen (es wirken 4G auf den Körper – darauf haben wir verzichtet…) Die Aussicht von dort oben ist atemberaubend, auch wenn der Warme Wüstenwind mit voller Wucht um die Ohren zischt. Die Strassen sind bis zum äussersten Punkt orange beleuchtet. Und dann – Schnitt – hören sie auf und die Wüste beginnt.

Es ist einfach „bireweich“, diese Stadt. Was da alles nötig war und ist, um dieses gigantische Abenteuer am Leben zu erhalten, sprengt die menschliche Vorstellungskraft! Hier gelten keine Grenzen, kein Umweltschutz, kein Rauchverbot, alle Regeln sind andes.

Casinos
Natürlich sind die Casinos ja sozusagen die Hauptschlagader der Stadt. Man kommt nicht an den einarmigen Banditen und den etlichen Spieltischen vorbei. Überall klimpert und surrt es, jeder Automat spielt stundenlang seine Musik ab und überall das gleiche Bild: entweder Touristen, die überhaupt nicht drauskommen und einfach mal etwas drücken oder dann die hartgesottenen Gambler, die immer noch dort sitzen, wenn man am nächsten Morgen wieder vorbeiläuft. Auch wir versuchten natürlich unser Glück, obwohl wir ganz klar zur eben nichtsahnenden Touristengruppe gehören. Mutig spielten wir mit einem Dollar und drückten einfach irgend welche Knöpfe. Keine Ahnung wie und warum – manchmal blinkte es und zeigte uns einen Gewinn an, und dann kam wieder „game over“… egal. Gewinnen kann man sowieso gar nie. Aber sobald man spielt, gibt es wenigstens gratis etwas zu trinken (nicht nur Wasser!)

Umgebung
Solange wir das Auto noch hatten, nutzen wir es für kleine Ausflüge in die Umgebung von Las Vegas und besuchten so z.B. den Hoover Damm. Wahnsinnig eindrücklich, dieses Gebilde. Zudem ist seit kurzem die neue Brücke über den Colorado River offen. Von der aus hat man einen wunderbaren Blick auf den ganzen Hoover-Damm. Dies war Simons Geburtstagsausflug. Er sagte von Anfang an, dass er diesen Damm sehen wolle. Nun haben wir ihm das erfüllt.

Essen
Nun ja – wir sind immer noch in Amerika, also ist das Essen immer noch nicht in den Himmel zu loben. Die Vielfältigkeit hier ist allerdings grösser als bisher. Man findet sicher immer etwas. Von Fastfood bis zum teuren Luxuslokal mit weltweiter Küche. Unsere Neuentdeckung: der Panda-Express!!!! Ein Take-Away mit asiatischer Küche. Mega fein gekocht, immer mit Glückskeks zum Dessert. Und gleich vis-à-vis von unserem Hotel. Der hat uns nach unseren langen Fussmärschen den Abend immer herrlich abgerundet und die wunden Füsse fast vergessen lassen.

Fötele
Natürlich kann man hier nicht weg, ohne die „perfekten“ Bilder geschossen zu haben. Für uns heisst das, Stativ und Kamera-Rucksack mitschleppen. Eigentlich sollte einem bewusst sein, dass man hier nicht alleine ist und jeder alles fotografieren will. Da muss der Möösli manchmal akzeptieren, dass ihm vielleicht einer im dümmsten Moment vor die Linse läuft…. Auch das Gefluche hilt nichts, die Deppen stehen dann trotzdem dort….

Aber Möösli ist auch ein Glückspilz! Da fassen wir den Belaggio-Springbrunnen ins Auge, der sowieso immer von vielen Leuten belagert wird. Und der beste Foto-Platz ist sogar frei - weil abgesperrt für einen Werbedreh für das Hotel. Und wie es der Zufall will, laufen deshalb gleich mehrere Fontänen-Vorführungen hintereinander, anstatt im normalen Halbstunden- oder je nach Zeit Viertelstunden-Takt. Unglaublich. In der halben Stunde unserer Anwesenheit durften wir tatsächlich 5x zusehen, fötele, filmen, geniessen. Das nenne ich wieder typisches Möösli-Schwein. Und dank der guten Position direkt am Geländer konnte auch kein Mensch vorne hinstehen (sonst wäre er baden gegangen). Wenn das mal keine super Bilder gibt!

Wir haben uns neben all den vielen Eindrücken tatsächlich mal noch einen Morgen am Pool gegönnt und etwas ausgespannt. Bald geht es nach New York. Diesen Schlusspunkt der diesjährigen Ferien haben wir ja eigentlich gewählt, um der Reise quasi das Tüpfli auf das i aufzusetzen. Wenn wir aber hier Las Vegas sehen, sind wir noch nicht sicher, ob das von New York getoppt wird. Wir lassen uns überraschen. Etwas stinkt uns jetzt schon: es wird nicht mehr so warm sein wie hier. Nächstes Jahr gibt’s definitiv Badeferien!!! Bis bald also aus dem Big Apple…

5. Death Valley / Yosemite / Sequoia 

Wer denkt, wir haben mit unserer Reiserei einen Knall, der hat vermutlich recht… Denn selbst wir kamen an den Punkt, an dem wir nur noch den Kopf schüttelten. In wenigen Tagen legten wir Unmengen von Kilometern zurück…

Wir verliesse das kühle Bryce Canyon, näherten uns immer mehr dem Death Valley, durchquerten dabei meilenweise „pfeifengerade“ Strecken, die schon fast einschläfernd wirkten. Die Temperaturen stiegen allmählich. Wüste – da stelle ich mir eigentlich unendlich viel Sand vor. Hier allerdings besteht sie aus Geröll-Steppe mit vielen kleinen Büschen und steinigem Boden. Risse durchziehen die ganze Oberfläche. Es ist angeblich so trocken, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Stauseen führen kaum Wasser, ganze Felder sind nur braun, müssten aber eigentlich grün blühen. Wir dachten, hier sieht es immer so aus, bis uns ein USA-erfahrenes Schweizer Pärchen aufgeklärt hat. Unser Tagesziel hiess Death Valley. Aber weil wir unterwegs noch eine Extraschlaufe einlegen „mussten“, reichte es nicht ganz so weit. Die Extraschlaufe galt dem Gotthard-Sänger Steve Lee. Wir fuhren genau auf der Strasse, auf welcher er vor ziemlich genau 2 Jahren gestorben ist. Allerdings in der Gegenrichtung. Wir fanden, wenn wir schon so nahe sind, kehren wir irgendwo und fahren kurz zur Unfallstelle. Es gibt ja dort angeblich ein Holzkreuz. Blöd ist nur, dass die Unfallstelle in beide Richtungen einige Meilen von einer Ausfahrt entfernt ist. Wir kehrten also, fuhren wieder zurück und suchten das Kreuz. Gefunden haben wir es nicht und dachten, wir hätten es übersehen. Also wieder einige Meilen, Ausfahrt, in der falschen Richtung „durab“, Ausfahrt, nochmals in der richtigen Richtung „duruf“, nochmals vergebliche Suche. Wir hatten genaue Koordinaten, aber das Kreuz wurde offenbar entfernt. Nun denn. Während dieser ganzen Suche hat uns Gotthard im Radio begleitet, näher hätten wir vermutlich nie sein können – Ruhe in Frieden, Steve Lee…

Auch aus zeitlichen Gründen mussten wir unsere Reise Richtung Süden dann halt fortsetzen. Immer weiter in die Steppe, ins karge Landesinnere. Wir nahmen ein Zimmer in Beatty und entschieden uns, erst am nächsten Tag durch das Death Valley zu fahren. Am Morgen ist es vielleicht auch noch nicht so heiss.

Das Death Valley, das Tal des Todes, hat seinen Namen von den ersten Goldgräbern. Sie wollten das Tal zu Fuss durchqueren, überlebten aber die Hitze und Trockenheit nicht. Sehr wohl nachzuvollziehen… Wir stiegen einmal kurz aus, um richtige Sanddünen zu fotografieren. Bereits nach wenigen Minuten möchte man wieder ins Auto. Sogar die Infotafeln weisen darauf hin, man solle genug trinken und darauf achten, keinen Kollaps einzufangen und ein Opfer des Death Valley zu werden.

Später durchfuhren wir einen ausgetrockneten Salzsee, bewältigten unendlich scheinende Strassen mitten durch das Nichts – es war sehr eindrücklich und irgendwie beängstigend. Aber etwas Tolles dabei muss einfach noch erwähnt sein: beim Fotografieren der Dürre dröhnte über uns immer wieder ein Rauschen, das auf Kampfjets hindeutete. Und tatsächlich erkannten wir irgendwann im tiefen Blau des weiten Himmels zwei kleine Punkte, die über uns vermutlich ihre Übungen durchzogen. Dank gut gezieltem Foto mit dem Tele waren dann zwei wunderbare FA18 zu erkennen. Sackstark. Ich hätte noch stundenlang zusehen können, wenn es nicht so heiss gewesen wäre und Herrchen nicht hätte weiter fahren wollen J

Wir ahnten noch nicht, dass dieser so toll zu scheinende Tag beinahe in einem Desaster geendet hätte. Nach dem Death Valley ging es weiter zum Yosemite-Nationalpark. Der ist dann wieder in der Höhe und nicht mehr so heiss, mit viel Wald, hohen Felswänden, Bergspitzen, Wasserfällen, eben ein Nationalpark. Diese Strecke allein ist schon ein ganzer Happen. Eigentlich wollten wir dann dort zwei Nächte bleiben. Aber als wir dort ankamen, traf uns beinahe der Schlag! Sooo viele Leute, so viele „dumme Touristen“ wie wir J Viele Camper und Kriecher auf der Strasse durch den Park. Am ersten Ort, an dem wir nach einem Zimmer fragen wollten, standen die Leute bis nach draussen an. Also brachte uns das Navi zur nächsten Unterkunft. Diese lag wieder einige Fahrminuten weiter mitten im Wald, kein Schwein dort, ganz komisch. So ging die Suche immer weiter und weiter. Meile um Meile weiter weg vom eigentlichen Parkzentrum. Die Sonne sank tiefer und tiefer. Wir wurden müder und müder. Fahrerwechsel. Bald ganz finster, tiefer Wald, keine Lichter, mutterseelen allein. Wir hatten das Gefühl, jeden Moment einem Bären zu begegnen, schlichen förmlich um die vielen Kurven, um ja keinen Wildschaden einzufangen. Dann drehte sogar die Navi-Tante durch. Wir landeten bei ein paar komischen (Wohn?-)Häusern mitten im Wald, aber von einer Unterkunft war irgendwie nichts zu sehen. Dann plötzlich fanden wir ein Ober-Bonzen-Hotel im klassischen altenglischen Stil. Ein Zimmer dort hätte nur ein Etagen-Badezimmer gehabt (für einen nicht ganz angebrachten Preis). Wieder weiter. Ach herrje. Aber der herzige Hotelangestellte dort gab uns einen Zettel mit Unterkünften in der nächsten Ortschaft. Diese lag allerdings wieder eine halbe Stunde weiter weg. Was blieb uns übrig? Im finsteren Tannenwald durchbeissen und hoffen, dass wir da einfach heil wieder rauskommen. Und dann endlich – Lichter am Horizont! Eine Ortschaft! Ein super Motel –eeendlich da, endlich duschen! Ein Tankstellenshop direkt um die Ecke. Es gab einen Mikrowellen-Znacht so ganz à la Amerika. Wir waren wohl noch nie so froh, ein Motel gefunden zu haben. Wir kamen auch noch nie erst im Dunkeln an. Wir schliefen wie die Engel!

Dafür wurde der nächste Tag um so toller. Dank Simons Fähigkeit für Reiseplanung und Landkarten-Lesen entstand eine total neue Reise-Idee: plötzlich wurde der Sequoia-Nationalpark ein Thema. Denn vom Yosemite hatten wir die Schnauze voll. Nochmals alles zurück fahren, nur um in den vielen Leuten ein paar ausgetrocknete Wasserfälle zu fotografieren, fanden wir definitiv dämlich.

Aber der Sequoia – das ist der, den ich von Anfang an gerne gesehen hätte, aber in der Planung bisher einfach keinen Platz hatte. Jetzt schon! Und es hat sich meeeega gelohnt! In diesem Park wachsen die grössten Mammutbäume der Welt! Sie sind fantastisch. Es riecht im ganzen Wald nach frischem Holz (wie bei uns nach Tannen oder so). Die Temperaturen sind super angenehm, es ist alles so schön gemacht und einfach herrlich. Das war eine geniale Planänderung! Diese Mammutbäume – das kann man sich nicht vorstellen! Vergleiche Bratwurst mit Zundhölzli, das kommt etwa hin.

Aber auch hier mussten wir lernen, dass Übernachtungen im Nationalpark selber einfach entweder kaum zahlbar oder wegen ausgebucht nicht möglich sind. Aber heute waren wir zeitlich ideal dran und fuhren wieder etwas zum Tal hinaus in die Fahrtrichtung von morgen. Und dann war die Sensation perfekt: in diesem Motel gingen wir endlich das erste Mal baden! Froren uns zwar fast etwas ab im kalten Wasser, aber wir zogen es durch. Endlich wurden die Badehosen mal nass. Nach einem feinen mexikanischen Znacht im romantischen Restaurant gleich im Dorf ging ein toller Tag zu Ende.

Jetzt ist der Plan, die Mojave-Wüste zu durchqueren. Denn übermorgen müssen wir in Las Vegas ankommen. Das Hotel dort ist bereits von daheim aus gebucht. Es bleibt uns noch eine Nacht spontan. Und die wird eben irgendwo in der Mojave-Wüste sein. Ich bin überzeugt, dort wird es uns gefallen. Dank meinen schlauen Reisebüchlein (die ich übrigens alle mitgeschleppt habe!), soll es dort z.B. Flugzeug-Friedhöfe geben. Alte Passagiermaschinen stehen einfach rum (im Internet gibt es ein Bild, das sogar zwei ausrangierte Swissair-Maschinen zeigt). Da wollen wir uns doch mal selbst davon überzeugen. Zudem ist in diesem Landesstreifen eine Air Force-Base, also hoffentlich Militärflieger. Wenn wir Glück haben, sehen wir die eine oder andere Maschine am Boden, aber natürlich noch lieber in der Luft. Huuhuui ich freue mich J.

Während ich das hier schreibe, sitze ich gerade im Auto, unterwegs eben zu dieser Mojave-Wüste. Drückt mir die Daumen, dass wir Flieger finden…

Einige Stunden später. Wir sitzen im Hotelzimmer, schlagen uns mit dem schwachen WIFI rum und können nun berichten, wie die Mojave-Wüste war. Flugzeuge haben wir tatsächlich entdeckt. Bereits kurz nach „Wüsteneingang“ spiegelten von weitem die Heckflossen einiger Jumbos in der Sonne. Das Areal dann von nahmen zu betrachten, war gar nicht so einfach, man kommt kaum ran und darf angeblich auch keine Fotos machen. Nun, es war auch gar nicht so wahnsinnig spannend. Zumindest die Flieger nicht. Ein paar Jumbos einer amerikanischen Airline und noch ein paar unbekannte Dinger. Viel interessanter war (ausnahmsweise), dass auf der wohl eher selten benutzen Piste eine private Gruppe Speed-Tests oder Speedrennen mit Autos machte. Ein Einheimischer, der ebenfalls vom Zaun her zusah, erklärte uns, dass die Fahrzeuge bis zu 230kmh erreichen. Abartig, wie die an uns vorbeirauschten. Ein Mustang klang sogar so, als hätte er einen Düsenatrieb eingebaut. So amüsierten wir uns für ein Mal auf einem Fliegerareal mit anderen Highlights.

Später auf der Autobahn erkannten wir, dass wir auf der Höhe der Air Force Base sei müssten. Aber das ist ein derart riesiges Gebiet, dass man keinen Flieger und auch sonst nichts Militärisches sah. Auf einem Hügel drehte ein Radar, aber mehr nicht. Vielleicht dient das Gebiet eher zu anderen Zwecken.

So muss ich etwas traurig akzeptieren, dass die einzigen Flieger, die ich sah, hauptsächlich als Museumsstück auf dem Flugzeugträger in San Diego zu besichtigen waren. In der Luft gabs nur ein Mal einen kurzen Überflug eines Tigers und dann im Death Valley von gaaaaanz weitem die beiden FA18 als Pünktchen am Himmel. „sniff“….

Nun sind wir noch eine Nacht und 2,5 Stunden Autofahrt von Las Vegas entfernt und sind total gespannt, was uns dort erwartet. In ziemlicher Entfernung haben wir die Silhouette der Stadt bereits einmal in der dunstigen Luft erkannt bei der Vorbeifahrt. Wie wird das alles wohl bei Nacht und aus nächster Nähe aussehen? Lassen wir uns überraschen. Das Hotel Mirage erwartet uns. Viva las Vegas.

Arizona und die schönen Canyons

Wie ja bereits das letzte Mal erwähnt, hat uns San Diego in Kalifornien am besten gefallen. Ab dort haben wir dann aber den Bundesstaat gewechselt und machten uns auf nach Arizona. Eigentlich war der erste Gedanke „schade, weg vom Meer ins Landesinnere“. Als wir dieses Landesinnere dann aber nach und nach entdeckten, musste sich Kalifornien definitiv hinten anstellen! Aber von vorn:

Nach San Diego erwartete uns ein langer Auto-Tag bis nach Phoenix. Im dortigen Bonzen-Vorort Scottsdale hatten wir bereits von San Diego aus eine Unterkunft gebucht, damit wir nach der langen Autofahrt nicht noch auf die Suche nach einem Bett müssen. Wir wechselten uns ab mit Fahren und brachten die Zeit ziemlich gut rum. Uns fiel auf, dass die Temperaturanzeige im Auto nach und nach stieg. Und irgendwann war es sogar so weit, dass wir beim Aus-dem –Auto-raus-Fötele sofort wieder die Scheiben hochlassen mussten. Es war so heiss, als ob jemand mit einem Föhn volle Pulle heisse Luft ins Auto blasen würde. Gepriesen sei der Klimaanlage-Erfinder! Wir freuten uns natürlich, endlich Wärme tanken zu können. Zu Beginn unserer Reise pfiff uns ja der Wind ganz schön um die Ohren! Und wie gesagt – Ferien heisst für uns eigentlich schon Wärme, Baden, Sünnele… All das blieb bis jetzt aus.

Die Unterkunft in Scottsdale war supi, sogar mit Pool – aber nein! Der war geschlossen wegen Renovatios-Arbeiten! Und das bei knapp 40Grad. Das gibt’s doch nicht! Gibt’s halt noch kein Baden. OK. (hab ich eigentlich schon erwähnt, dass wir die Badehose in Santa Monica zumindest schon mal angezogen hatten und stinkwichtig im Hotel den Pool benutzen wollten? Erst, als wir dann in Badesachen an der Rezeption standen, merkten wir, dass das Hotel gar keinen Pool hat…. Deshalb sind die Badehosen immer noch nicht von USA-Wasser durchnässt worden J).

Nun denn. Scottsdale war cool. Und wir kamen endlich zu einem göttlichen Abendessen – im Thai-Restaurant. Das war einfach nur herrlich!

Am nächsten Tag ging die Reise weiter in den Grand Canyon. Lange haben wir auf den Moment gewartet, dieses felsige Naturwunder mit eigenen Augen zu sehen. Und wir wurden nicht enttäuscht! Zuerst fährt man auf ganz normalen Strassen durch den Nationalpark, links und rechts nur Wald, Rehe, Hirschen am Strassenrand und kein einziger Fels. Dann muss man parkieren und das kleine Weglein den anderen Touristen nachlaufen. Und plötzlich öffnet sich der Abgrund, die Bäume sind weg und man blickt in eine unendliche Weite. Die Felsformationen rauben einem den Atem. Dem Grat entlang sind wunderbare Fusswege, immer wieder findet man Infotafeln zur Entstehung des Tals oder kleine Fernrohre, die so eingestellt sind, dass man genau auf einen speziellen Punkt blicken kann. Wenn man so etwas sieht, wird einem wieder bewusst, wie klein die Menschheit doch eigentlich ist. Wir schlenderten den Wegen entlang, schossen immer wieder Fotos, staunten in die Weite, plauderten mit vier „niedlichen“ Tiroler-Girls (ca. 19Jahre alt und echt knackig….) und suchten später dann den perfekten Platz für den Sonnenuntergang. Dort harrten wir so lange aus, bis es wirklich nichts mehr zu fotografieren gab. Als die Sonne verschwunden war, wurde uns auch sogleich bewusst, dass wir hier auf einer gewissen Höhe sind und eine Jacke keine schlechte Idee gewesen wäre. Natürlich lag die schön zusammengelegt im Hotelzimmer. Wir gönnten uns an diesem Abend im Steakhouse mit Western-Ambiente ein feines Fleisch. Dem Sänger im Hintergrund hätten wir am liebsten die Kugel oder Musikunterricht gegeben…

Wenn uns der Grand Canyon schon so beeindruckte, waren wir sehr gespannt auf die weiteren Nationalpärke. Denn viele erzählten uns, dass der Bryce Canyon fast schöner sei. Auf unserem Reiseplan stand nun aber erst mal das Monument Valley.

Wieso das so heisst? Eben, weil die Felsformationen dort wie Monumente vereinzelt in der Wüste stehen. Man kennt es z.B. aus der Marlboro-Werbung und aus vielen Western-Filmen. Hier hat es uns sehr gefallen. Die Erde besteht hauptsächlich aus rotem Sand. Im Valley selber kann man mit dem eigenen PW auf einen ca. 30km langen Rundkurs mitten durch diese Monumente kurven. Und da waren wir also sehr froh, hatten wir einen Jeep unterm Hintern. Simons Augen glänzten natürlich, als er über die Holperpiste über Steine und Sand brettern durfte. Und es hat auch höllisch Spass gemacht. Wir fühlten uns John Wayne noch nie so nah – und dachten, eine kleine Hommage sollte schon sein. Extra für diese Tagestour kauften wir ein Päckli Marlboro-Zigaretten, das dann später als Fotosujet vor den Monumenten verwendet wurde. (OK zugegeben – mittlerweile lebt es nicht mehr… J) Sogar den klassischen Werbefilm haben wir nachgemacht (Video wird auf Anfrage rausgegeben…).

Die Farbe des Autos erkannte man am Abend nicht mehr, unter der Dusche lief eine staubrote Sauce runter und der Rücken tat an allen Ecken weh vom Holpern auf der Piste. Aber wir haben einen tollen Tag erlebt. Am Abend im Motel kriegten wir sogar noch Besuch vom Hofhund, den wir nicht mehr losbrachten, weil wir als einzige Gäste die Zimmerstühle vor die Tür stellten und noch etwas draussen sitzen wollten. So legte sich die gross- und mehrbrüstige Hundedame zu uns. Wir hätten sie ja sooo gerne gestreichelt, aber ihr Fell sah nicht gerade flohfrei aus, deshalb hielten wir uns zurück.

Weiter ging die Reise am nächsten Tag. Diesmal nach Page. Das ist ein kleines Städtchen am Anfang des Lake Powell. Das Hotel dort haben wir von San Diego aus gebucht, damit wir den Suchstress bei Ankunft nicht haben. Als wir dort ankamen, hiess es zuerst, dass man erst ab 15.30h einchecken kann. Na dann schlag mal die Zeit bzw. 4 Stunden tot in einem Städtchen, wo absolut nichts läuft! (Übrigens haben wir hier zufälligerweise noch festgestellt, dass die Zeit um 1h verschoben werden sollte. Mit Wochentag und Datum haben wir sowieso schon ein Durcheinander, jetzt kommt noch eine neue Zeit dazu, juhee). Der See, den wir uns idyllisch vorgestellt hatten, ist nur ein hässlicher Stausee und von Felsen umgeben. Wir landeten in einem Restaurant mit WIFI, wo wir dann völlig asozial mit unseren Handys die Schweizer Schlagzeilen studierten, ohne ein Wort miteinander zu reden. Als wir endlich ins Hotel durften, erfuhren wir, dass unsere Buchung storniert worden sei, weil die Kreditkarte nicht funktioniere. Da staunten wir aber nicht schlecht und schluckten mal kurz. Am Morgen haben wir sie ja noch benutzt. Uns blieb nichts anderes übrig, als mit der anderen Kreditkarte ein viel teureres Zimmer zu nehmen (eine Zwei-Zimmer-Suite, oh làlà!) und telefonisch abzuklären, was mit der Kreditkarte los ist. Weil wir sie innert kurzer Zeit an vielen verschiedenen Orten benutzt haben, wurde sie sicherheitshalber gesperrt. Die meinten, sie sei gestohlen worden. Ist ja lieb gemeint, nur würden wir das auch gerne erfahren! Sie funktioniert jetzt auf jeden Fall wieder. Über die Natelrechnung wollen wir lieber noch nicht nachdenken…

Zurück zum Reiseprogramm: in Page landeten wir eigentlich nur, weil dort das Antelope Canyon liegt.

Es gibt viele berühmte Bilder von diesen rot geschliffenen Steinen, die eigentlich unter der Erde anzutreffen sind. Ein so genanntes Slot-Canyon. Man steigt hinab in die Erdspalte und zwängt sich z.T. durch schmale Ritzen durch. Wenn man Glück hat, scheint die Sonne von oben her prächtig rein und lässt die Steinwände orange-rot-braun bis goldig leuchten. Simon konnte sich am Eingang als Fotograf anmelden. Dadurch durfte er nach der „offiziellen“ Führung noch ganz für sich und so lange er wollte unten bleiben und fotografieren. Klar, es kommen im Halbstundentakt neue Touristengruppen, aber er konnte mehr oder weniger friedlich SEINE Bilder schiessen, während ich im Auto auf ihn wartete. Gleich anschliessend fuhren wir auf die andere Stadtseite, wo der Colorado-River von oben zu besichtigen ist. Sein Flussbett schlängelt sich um die hohen Felsen, so dass es von oben her aussieht wie ein grosses Hufeisen. Man kann bis an die Felskante und kämpft fast mit Schwindelgefühlen, der Anblick ist so gigantisch und uuhuere höch!!!

Nun ist der Moment da, um von meinem ersten richtig krassen Durchhänger zu erzählen! Am Abend zuvor, bevor wir das Hufeisen und das schöne Slot-Canyon sahen, wäre ich am liebsten in den nächsten Flieger und ab nach Hause. Denn wir wollten im Hotelzimmer die weitere Reise etwas planen und nächste Zimmer vorausbuchen. Aber überall hiess es – ausgebucht! Das Natel flog durchs Zimmer, die Stimmung erreichte den absoluten Tiefpunkt und ich schwor, das erste und letzte Mal in den USA gewesen zu sein (dieser Meinung bin ich immer noch!) Jeder schwärmt vor, wie toll es hier ist und wie einfach das Reisen sei. Am Arsch hinten vielleicht! Wir hatten die Schnauze gestrichen voll vom Hotel suchen und beschlossen, einfach auf gut Glück weiter zu fahren. So düsten wir nach dem Hufeisen los Richtung Bryce Canyon auf 2400m.ü.M. Ohne eine Ahnung, wo wir übernachten werden. Und siehe da. Gleich beim zweiten Resort fanden wir ein hübsches Zimmer (das laut Internet keine Zimmer mehr hätte haben sollen). Ein kleines Häuschen, u herzig. Da ging es mir doch gleich wieder besser. Dass wir uns hier oben aber beinahe etwas abfrieren, ahnten wir noch nicht. Zum ersten Mal mussten wir die Klimaanlage im Zimmer zum Heizen verwenden, nicht zum Kühlen. Am Abend und in der Nacht grollten immer wieder Gewitter mit Regenschauer über uns. So richtig ätzend. Denn die Sehenswürdigkeit in diesem Nationalpark würde tolle Fotos im Abendlicht geben, wenn die Sonne denn auch scheinen würde. Ähnlich wie im Grand Canyon öffnet sich plötzlich ein Tal. Hier sind es aber nicht so gigantische Felsen, sondern riesige Gebilde, die an eine Tropfsteinhöhle mit Stalakmiten erinnern. Aus dem Boden ragen Sandsteintürme, die sich in den skurrilsten Formen aneinander reihen. Mal sieht es aus wie viele stehende Menschen, dann wie Pokale, wie Kirchtürme, Hauswände oder versteinerte Bäume. Sie leuchten rot und haben zuoberst oft ein weisses Häubchen auf (Kalkstein). Auch das war auf seine Weise eindrücklich. Wir entschieden uns, hier zwei Nächte zu verbringen. Zum Glück zeigte sich dann die Sonne am zweiten Abend doch noch und ermöglichte uns die gewünschten Fotos. Wir unternahmen eine kleine Wanderung, stiegen zu den Felsen runter und erklommen die Hügel (mit ebenso rotem Kopf wie die Türme neben uns…).

Nun sitzen wir in unserem herzigen Häuschen und wissen nur, dass wir morgen in Richtung Death Valley fahren werden. Das bedeutet einen Temperaturunterschied von ungefähr 30 Grad. Wie weit wir kommen und wo wir übernachten, lassen wir offen, denn wie gesagt – übers Internet nach Hotels suchen, verdirbt gewaltig die Stimmung und gibt nur Lämpe! Notfalls pennen wir im Auto. Aber wir finden bestimmt etwas. Unsere Wäsche haben wir heute hier noch gewaschen und können nun quasi frisch und frohen Mutes auf zu neuen Abenteuern… Howdy und bis bald.

10 Tage Amerika

Nach den ersten Tage in San Francisco schnappten wir unseren Mietwagen. Was für eine super Kiste! Einen GMC mit allem Drum und Dran. Steckt man das Iphone ein, wird es gleich als Ipod erkannt und spielt die Musik über das Autoradio. Wählt man den Rückwärtsgang, zeigt das grosse Radiodisplay dank der Rückfahrkamera alles, was sich hinter dem Fahrzeug befindet. Mega.

Nun denn, zur Stadt raus fanden wir ohne Probleme dank einer guten Beschreibung der Autovermietung. Schon bald fuhren den berühmten Highway 1 der felsigen Küste entlang Richtung Süden. Der Nebel, der kühle Wind und die frischen Temperaturen machten nicht so Lust auf viele Foto-Stops, aber das eine oder andere Mal war es einfach nötig, weil die Aussicht auf die Felsen und die Strände faszinierend wirkte. Trotzdem – die Strecke wird mit der Zeit etwas nervig. Viele Kurven, viele Autos, Kriecher… vielleicht würden wir das nächste Mal für ein Teilstück doch besser die Autobahn nehmen, um schneller vorwärts zu kommen.

Ungefähr auf halbem Weg Richtung Los Angeles planten wir eine Übernachtung ein und landeten so in Morro Bay. Ein furchtbares Kaff! Das einzige, was die Landschaft prägt, sind drei riesige Kamine vom Atomkraftwerk mitten im Dorf. Bis wir endlich eine Unterkunft fanden, konnten wir das englische Sprüchli auswendig, das es braucht, um nach freien Zimmern zu fragen. Und über die Preise wollen wir schon gar nicht diskutieren. Schliesslich endete unsere Suche in Motel6, da s ist eine noch recht gute Motel-Kette, überall hier vertreten. Die Zimmer bieten das, was man braucht und sind sauber. Da ahnten wir noch nicht, dass uns das Motel6 noch öfters begleiten wird… in Morro Bay war es ja nur für eine Nacht, dann ging die Reise weiter Richtung Los Angeles.

Das wurde aber auch Zeit, denn langsam sehnten wir uns nach wärmeren Temperaturen und klarer Sicht. Wir gehen nicht gern in die Ferien, um sich wärmer anzuziehen als daheim!

Jetzt war auch der Moment da, in welchem wir die nette Dame aus dem Navi zum Leben erweckten. Schliesslich gibt es in und um LA vieles, was man sehen sollte. Und sie hat das alles gespeichert und führt uns dahin. Begonnen haben wir in Santa Monica. Die berühmte Hafenpromenade, das Santa Monica Peer. Wir sind im Tourismus gelandet! Unglaublich, soooooo viele Leute! Wir haben ja schon gerne, wenn etwas läuft, aber das war selbst uns schon bald zu viel. Und à-propos zuviel: uns plagte dort ein kleines Hüngerchen – ah ein Pizzastand, tiptop. Teilen wir uns eine Mediumpizza, das wäre gerade recht. Oh. Pizza fertig, Riiiiiieeeesen-Karton! Ist da wirklich nur eine drin? Mist, die ist so gross wie ein Pneu am Auto! Die echt super leckere Pizza hat uns dann für den restlichen Tag mit Essen versorgt. Bevor wir zu Bett gingen, assen wir den letzten Schnitz. J (kalt war sie sogar fast noch besser als am Mittag frisch aus dem Ofen!)

Nach der einen (bisher teuersten) Nacht in Santa Monica wechselten wir das Stadtviertel und wohnten in Hollywood. Direkt am Walk of Fame. Die vielen Sterne am Boden kann man gar nicht alle lesen und man kennt sowieso nur einen Drittel. Hollywood ist irgendwie…. keine Ahnung… gar nicht so mega eindrücklich. Bloss ein Stadtviertel von Los Angeles. Die Werbeanzeigen und Leuchttafeln sind etwas grösser. Überall laufen diese doofen verkleideten Heldenfiguren rum und wollen ein Bild mit dir machen – die sollen mir bloss fern bleiben, das mag ich gar nicht! Aber ansonsten gibt es nicht viel zu sehen. Das ist Hollywood? Jaa, das ist Hollywood. Viel Tamtam um eigentlich wenig… Wir mussten unserem Glück etwas nachhelfen und googelten mal ein bekanntes Haus, das sich in LA befinden soll. Und tatsächlich erhielten wir sogar die genaue Adresse. Und da erschien es – das Haus aus der Sitcom „der Prinz von Bel Air“ mit Will Smith… Sooo geil. Es sieht wirklich genau so aus. Natürlich diente es damals nur als Aussenkulisse und wir haben voll Paparazzo gemacht und über die Hecke fotografiert, ab“seckle“ ins Auto und schnell weg. Das war ja toll. Bei der Fahrt durch die edlen Quartiere von LA sah man schon noch die eine oder andere Bonzenvilla und konnte erahnen, dass einige Leute viel Geld haben müssen.

Am Abend besuchten wir das Griffith Observatorium, eine Sternwarte oberhalb LA mit fantastischer Sicht über die ganze Stadt. Wir harrten aus bis zum Sonnenunterang und danach nochmals etwa 2 Stunden, bis die ganze Stadt in Millionen Lichtern erleuchtete. Über uns ein sternenklarer Himmel. Das war eines der schönsten Erlebnisse bis dahin. Fotos natürlich vorhanden!

Am zweiten Tag unseres Hollywood-Aufenthaltes wollten wir eben das hautnah erleben – mit dem Besuch in den Universal Studios. Das war ein Tag! Wir sahen die Filmsets von Desperate Housewifes, Psycho, The Fast & The Furious, CSI, Waterworld und viele andere Kulissen. Grössen wie Clint Eastwood oder Tom Cruise gingen hier schon ein und aus. Dann gibt es eine Art Themenecken im ganzen Park: von den Simpsons über Transformers oder Shreck bis zum Terminator ist alles vertreten. Und verdammt noch mal – bei einigen sind brutale Achterbahnen oder 3D-Simulationen DIE Attraktion. Blöd, wenn man das englische Wort für Achterbahn nicht versteht und voll ins kalte Wasser geworfen wird! Aber wenn ich ehrlich bin: es hat ja unglaublich Spass gemacht, und hätte ich vorher geahnt, was mich erwartet, wäre ich wohl nie in diese Wägelchen gestiegen! Eins zu Null für Simönchen… Wenn wir übrigens schon bei kaltem Wasser sind: gut, erwischten wir einen heissen Tag. Denn im Teil von Jurassic Park wurde aus der Wasser-Floskel pure Realität. Zuerst beginnt alles harmlos, man sitzt in einer Art Baumstamm, die Bügel senken sich und man schwimmt rund um die Anlage. Hie und da glotzt ein Plastik-Dino aus dem Busch und spritzt etwas Wasser auf die Leute. Und dann – dann wird der Baumstamm-Wagen steil hochgezogen. So steil, dass man bereits ahnt, wie es nachher runtergehen muss. Ach du Sch…. Bei fast senkrechtem Fall landet man voll im Wasser. Jeder, der nur irgendwie hoffte, trocken zu bleiben, hat Pech gehabt. Bevor das Boot unten ankommt, spritzen sowieso mehrere Fontänen hoch, damit das herunterfallende Wasser dann genau auf die Passagiere spritzt. Wirklich triefend nass verliessen wir den Jurassic Park wieder. Einfach froh, dass die Kamera trocken blieb in der Handtasche. Und einfach froh, dass es ziemlich die letzte Bahn war, die wir besuchten. Spätestens da wurde uns klar, warum so viele nasse Leute in der Anlage herumliefen. Oh mann. Wieder halbwegs trocken (zumindest die Haare), verabschiedeten wir uns von der Filmwelt und machten auf dem Rückweg ins Hotel noch einen Abstecher an einen der schönsten Strände hier, den Venice Beach. Aber es windete so brutal und war sooo kalt, dass wir nach wenigen Minuten Spaziergang wieder kehrten, etwas essen gingen und ab ins Hotel. Ein sehr erlebnisreicher Tag!

Weiter gings am nächsten Tag nach San Diego. Mein ganz persönliches Highlight dieser Ferien stand vor der Tür. Eigentlich massen wir der Stadt während der ganzen Planung nie viel zu. Doch dann wurden wir eines besseren belehrt! Angefangen hat alles damit, dass sich Simon – wie so oft – mit SEINEM Film schlechthin, mit TOP GUN, befasste. Das Häuschen aus einer Szene soll angeblich genau auf dem Weg zwischen LA und San Diego liegen…. Na dann, liebe Navi-Tante, führ uns dort hin. Und tatsächlich haben wir es gefunden. Es ist total zerfallen, steht leer und tut einem schon fast leid. Aber es ist noch zu erkennen. Toll.

Dann endlich Ankunft in San Diego. MEIN Highlight: die USS Midway- ein Flugzeugträger der Navy. Zuletzt im Einsatz beim Golfkrieg im Mittelmeer. Jetzt im Hafen stillgelegt als Museum. Und viele geile Flieger auf dem Deck. Uuuuuunnnglaublich geil! Die ganze Zeit habe ich auf diesen Moment gewartet, dort auf dem Deck zu stehn. Aber irgendwie wirken die Flieger am Boden einfach nicht gleich wie in der Luft. Tja – ich wurde nicht enttäuscht! Und ich muss sagen, San Diego wäre genau der richtige Wohnort für mich! Ich stehe auf dem Deck des Riesenschiffes. Rechts davon ist der normale Flughafen mitten in der City, die Passagierflugzeuge dröhnen direkt über die Häuser. Cool. Und links vom Schiff ist der Militärflughafen. Yesss!! Mein natürlich voll geschultes Auge (J) hat die FA-18 starten und landen gesehen. Das war noch fast ein Spürchen besser als auf dem Schiffsdeck daneben zu stehen.

Als ob das nicht schon genug Highlights gewesen wären, gönnten wir uns am späteren Nachmittag dann etwas zu Trinken im Kansas Barbeque. Jeder, der sich jetzt fragt, wieso das speziell ist, soll belehrt werden: guckt doch mal TOP GUN!!!!! Da gibt es diverse Szenen in einer Bar – und das Kansas ist diese Bar! Der Film ist auch an jeder Ecke präsent. Man sieht Bilder vom damaligen Kamerateam, vom ganzen Set-Aufbau, Autogramme der Schauspieler etc. Vermutlich lebt das Lokal seither hauptsächlich von diesem Ereignis. Hübsch ist es ja, aber es liegt direkt an einer grossen Kreuzung neben der Bahnlinie und hatte zumindest bei unserem Besuch kaum andere Gäste. Doch nun können wir sagen-wir haben dort etwas getrunken, wo Tom Cruise einst sass J

Endlich gings ins Hotel. Und wenn wir gewusst hätten, was uns dort erwartet, wären wir schon viel früher dorthin aufgebrochen. Die Buchung tätigten wir von LA aus, war eine Schnäppchenbuchung für 50.- die eine Nacht (das Zimmer!). Angetroffen haben wir einen kleine Bungalow in einer überdimensionalen Hotelanlage, direkt vor der Nase der Sandstrand, ein kleiner Sitzplatz mit Liegestühlen und dem eigenen Strandkorb. Wie cool ist das denn! Sogleich beantragten wir an der Rezeption die Verlängerung um eine weitere Nacht – die dann mal eben halt 150.- kostet.. Jänu. So bleiben wir eben 2 Nächte in San Diego. Egal.

Unser Amerika-Fazit nach den ersten 10 Tagen:

Alles ist abartig teuer, essen kann man eigentlich nichts Gescheites, am Abend kann man gar nicht recht in den Ausgang, weil überall so komische Typen rumhängen und einem nicht mehr so wohl ist dabei, im Restaurant schmeissen die einen beinah raus, kaum hat man den letzte Bissen unten, die Landschaft erinnert bisher mehr an Spanien und sprachlich würde man sowieso besser Spanisch als Englisch lernen…. (San Diego gefällt uns bis jetzt mit Abstand am besten, obwohl wir hier zuerst gar nicht recht hin wollten.)

Spricht – bis jetzt haut es uns nicht um!

Wir setzen grosse Hoffnung in die landschaftlichen Highlights wie Grand Canyon, Brice Canyon etc. sowie die Spielerstadt Las Vegas.

Ab morgen Donnerstag geht’s los. Da düsen wir nach Phoenix, um von dort her dann zum Grand Canyon zu gelangen. Na dann sind wir mal gespannt… Uns erwarten einige lange Autofahrten!

Bis dann wieder.