Unterwegs in Bali

Saftiges Grün und lebensmüde Verkehrsteilnehmer

Nach unserer ersten Nacht auf der Götterinsel und einem Zmorge mit Silserbrötli (!) warteten wir pünktlich um 10h in der Lobby auf die Übergabe des Mietwagens. Und warteten - und warteten – und warteten…Knapp zwei Stunden später trudelte dann ein Typ mit unserem Auto ein und gab natürlich dem starken Verkehr die Schuld für die Verspätung. Tja, Asiaten habens einfach nicht so mit den Uhren. Endlich ging es los. Frau Navigatorin lotste Herrn Fahrer gleich zu Beginn mitten in die Hauptstadt, was nachträglich gesehen keine gute Idee war. An die neue Verkehrssituation mit abertausenden von Rollerfahrern, wagemutigen Fussgängern und sich durchkämpfenden Autos mussten wir uns zuerst wieder gewöhnen. Eigentlich kannten wir das ja alles von Thailand und Malaysia. Allerdings sind hier die Strassen nicht vier- oder sechsspurig wie dort. Eine ganze Hauptstrasse ist hier so breit wie bei uns eine einzige Fahrspur. Das Kreuzen ist nicht immer ganz so leicht. Die Gänge 1 bis 3 reichten vollkommen aus für den Anfang. Da wird abgebogen nach Lust und Laune, Vortritt hat einfach der Stärkere. Man spürt auch hier deutlich, dass die Einwohner an die Wiedergeburt glauben. Nichts desto trotz schlugen wir uns irgendwie durch und fanden nach den üblichen „Moos-Chiflereien“ endlich auf den richtigen Weg Richtung Norden. Das Abenteuer Hauptstadt verschieben wir wohl eher auf den Schluss – per Taxi! Unser Ziel hiess UBUD in Zentralbali, ein nettes Dörfchen, wo Tagestouristen vorallem den Markt besuchen. Gleich das erste Hotel war ein Volltreffer. Wunderschönes Resort, hübscher Bungalow = zwei Nächte für uns. Zu kaufen gab es hier allen Kram, von Kunsthandwerk (Holzschnitzereien) über Batikkleider bis hin zu überflüssigem Grümpel wie Täschli, Tücher, Gürtel etc. Wir gingen davon aus, dass wir das auch im Süden wieder finden und haben auf „Big-Shopping“ verzichtet.

Auf einem Ausflug besuchten wir hinduistische Grabstätten, wofür wir uns bei 36° voll ins Zeug legten und 300 Treppenstufen bewältigten! Es soll niemand auch nur wagen, uns darauf anzusprechen!!! Ziemlich bald kehrten wir zum Resort zurück und entspannten mit Liegestuhl und Pool!

Weiter ging die Reise Richtung Norden, vorbei an Kraterseen auf 1500m. Dann folgten wieder herrliche Reisterrassen, weite Felder und schliesslich das Meer im Norden. Eigentlich planten wir eine Übernachtung bei diesen Kraterseen. Aber die Distanzen hier auf Bali sind derart kurz, dass wir gleich weiterfuhren an die Nordküste. Die letzte Herausforderung des Tages: ein Hotel finden. Offenbar machten wir nach dem Abklappern einiger Seitengassen einen ziemlich erschöpften und hilflosen Eindruck. Denn plötzlich stand ein Rollerfahrer neben uns und quatschte uns an, ob wir ein Hotel suchen. Natürlich denkt man da zuerst, der will uns über den Tisch ziehen etc. Er zeigte uns den Prospekt einer sehr schönen Anlage. Der Preis war mehr als akzeptabel (35.- p.P), also folgten wir ihm skeptisch. Und es hat sich definitiv gelohnt! Denn jetzt sitzen wir etwas ausserhalb von Lovina-City in einem mega Resort und haben uns gleich für 4 Nächte die Suite gebucht. Die ist quadratmeter-mässig beinahe gleich gross wie unsere Wohnung daheim. Die Terrasse ragt geradewegs zum Meer, Internetanschluss im Zimmer, kleine Teeküche.. Herrlich! Hier lassen wir uns nun nieder und geniessen ein paar Tage Ruhe, Meer, Erholung. Also dann bis bald wieder. Weitere Fotos